Zusatzeinrichtungen bei Blechaddierern

Blechaddierer dienten in erster Linie zum Addieren und Subtrahieren. Im Laufe der Zeit erschienen jedoch Zusatzvorrichtungen, die die Geräte universeller nutzbar machen sollten. Eine gebräuchliche Luxusversion des Addiators hieß "Maximator". Das Gerät bestand aus einem gusseisernen Sockel, einem Addiator Negativ und einem zusätzlichen nur einseitigen Addiator in Duplex-Größe, der mit "Speicherwerk" beschriftet war und unter dem größeren Addiator im Sockel eingebaut war. Eine sehr viel luxuriösere Ausgabe diente zum Multiplizieren. Der Addiator war dabei kombiniert mit einem kleinen Kästchen mit sieben drehbaren Zylindern, auf denen Napiers Rechenstäbchenskalen aufgebracht waren. Ebenfalls nur in kleiner Serie produziert wurde die Zaubertafel-Multiplikationshilfe "Multix". Erheblich häufiger finden sich heute die mit einem Rechenstab kombinierte Versionen von Faber Castell (Pardon, bei meinem Exemplar fehlt der Läufer).

Aus Belgien kamen einige Blechrechner, die zwar Erleichterungen beim Addieren und Multiplizieren versprachen, aber heutzutage bestimmt keinen Designpreis gewinnen würden. Die Schieberichtung wurde beim Einstechen durch Leuchten angegeben (grün = nach unten, rot = nach oben ziehen). Außerdem gab es eine vereinfachte Löschung über einen Hebel. Einige Varianten enthielten auch Einstellhilfen und einen Notizstreifen zum Multiplizieren .

Dies ist ein Rechenschieber, der als Addiator-Ergänzung vermarktet wurde: Ein Rechenstab in Gestalt eines doppelten Bandmaßes. Die Bedienung war wohl gewöhnungsbedürftig, aber die erzielbare Genauigkeit dürfte bei einer Skalenlänge von schätzungsweise einem Meter nicht schlecht gewesen sein.

 

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