Eine "Rechenuhr"

Bereits seit dem 19. Jahrhundert  gab es runde Analogrechner auch in der Form von von Taschenuhren. Die abgebildete Ausführung "KL-1" wurde allerdings erst 1966 in Russland hergestellt. Sie arbeitet mit dem Zwei-Zeiger-Prinzip. Die innere und äußere Skala sind nicht gegeneinander verstellbar.

 

 

Übersetzung der Anleitung:


Diese Rechenscheibe ist für die Ausführung von trigonometrischen und mathematischen Operationen gedacht:

 

 

Die Rechenscheibe besteht aus einem Gehäuse mit zwei Stellknöpfen, zwei Zifferblättern (von denen sich eines mit Hilfe des schwarzen Knopfes bewegt), zwei Zeigern, einem auf jeder Seite (die sich im Gleichschritt mit Hilfe des roten Knopfes drehen) und einer feststehenden Marke direkt unterhalb des schwarzen Knopfes.

 

Es gibt zwei Skalen auf dem beweglichen Zifferblatt der Vorderseite:

Es gibt drei Skalen auf dem feststehenden Zifferblatt der Rückseite:

 

Mathematische Berechnungen mit der KL-1 Rechenscheibe werden wie folgt durchgeführt:

 

MULTIPLIKATION

Hierfür braucht man die bewegliche innere Skala, die feststehende Marke und den beweglichen Zeiger auf der Vorderseite.

Zuerst den schwarzen Knopf so drehen, dass die Position (1) der inneren beweglichen Skala unter die feststehende Marke zu stehen kommt.

Dann den roten Knopf so drehen, dass der bewegliche Zeiger über dem ersten Faktor auf der inneren beweglichen Skala steht.

Jetzt den schwarzen Knopf so drehen, dass der zweite Faktor auf der inneren beweglichen Skala unter der feststehenden Marke steht.

Nun kann man das Produkt unter dem beweglichen Zeiger auf der inneren beweglichen Skala ablesen.

 

DIVISION

Hierfür braucht man die innere bewegliche Skala, die feststehende Marke und den beweglichen Zeiger auf der Vorderseite.

Zuerst den schwarzen Knopf so drehen, dass der Dividend auf der inneren beweglichen Skala unter die feststehende Marke zu stehen kommt.

Dann mit dem roten Knopf  den beweglichen Zeiger über den Divisor auf der inneren beweglichen Skala stellen.

Jetzt den schwarzen Knopf so drehen, dass die Position (1) auf der inneren beweglichen Skala unter den beweglichen Zeiger zu stehen kommt.

Schließlich kann der Quotient unter der feststehenden Marke auf der inneren beweglichen Skala abgelesen werden.

 

QUADRIEREN

Hierfür braucht man die innere und die äußere bewegliche Skala, die feststehende Marke und den beweglichen Zeiger auf der Vorderseite.

Zuerst den schwarzen Knopf so drehen, dass die zu quadrierende Zahl auf der inneren beweglichen Skala unter der feststehenden Marke steht.

Unter derselben Marke kann das Quadrat der Zahl auf der äußeren beweglichen Skala abgelesen werden.

 

ZIEHEN DER QUADRATWURZEL

Auch hierfür braucht man die innere und die äußere bewegliche Skala, die feststehende Marke und den beweglichen Zeiger auf der Vorderseite.

Zuerst den schwarzen Knopf so drehen, dass der Radikand auf der äußeren beweglichen Skala unter der feststehenden Markierung steht.

Dann kann man unter derselben feststehenden Marke die Quadratwurzel des Radikanden auf der inneren beweglichen Skala ablesen.

BERECHNUNG EINER KREISFLÄCHE (πr²)

Hierfür braucht man die innere und die äußere bewegliche Skala, den beweglichen Zeiger und die feststehende Zeigermarke auf der Vorderseite.

Zuerst mit dem schwarzen Knopf die Position „C“ auf der inneren beweglichen Skala unter der feststehenden Marke einstellen.

Dann mit Hilfe des roten Knopfes den beweglichen Zeiger auf der inneren beweglichen Skala auf den Durchmesser des betreffenden Kreises stellen.

Nun den schwarzen Knopf drehen, bis die Position (1) auf der äußeren beweglichen Skala unter der feststehenden Marke steht.

Unter der feststehenden Marke kann man nun die Fläche des Kreises auf der äußeren beweglichen Skala ablesen.

DAS ERMITTELN VON TRIGONOMETRISCHEN FUNKTIONEN

Hierfür braucht man die feststehenden Zifferblätter und den beweglichen Zeiger auf der Rückseite.

Zuerst den roten Knopf drehen, um den Zeiger über dem betreffenden Winkel einzustellen. Hierbei muss die innere spiralförmige Skala „T“ für den Tangens und die mittlere Skala „S“ für den Sinus verwendet werden.

Unter demselben Zeiger kann die betreffende Funktion des Winkels auf der feststehenden äußeren Skala abgelesen werden.

DAS ERMITTELN DER UMKEHRUNG VON TRIGONOMETRISCHEN FUNKTIONEN

Hierfür braucht man die feststehenden Zifferblätter und den beweglichen Zeiger auf der Rückseite.

Zuerst den roten Knopf so einstellen, dass der Zeiger über den Wert der trigonometrischen Funktion auf der äußeren feststehenden Skala zu stehen kommt.

Unter demselben Zeiger kann nun der Winkel auf der „T“- oder „S“-Skala abgelesen werden, der der jeweiligen Funktion entspricht.

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