Binär- und Hexadezimalrechner

Wie jedermann weiß, wurden die Rechenmaschinen schließlich von Taschenrechnern und Computern abgelöst. Diese funktionieren nicht im Dezimalsystem, ihre Rechenkünste basieren vielmehr auf der für Digitalrechner angenehmeren Basis 2 (Ein/aus, wahr/falsch, Loch/kein Loch). Weil größere Dualzahlen oft sehr viele Stellen besitzen, fasst man gern Gruppen von vier binären Stellen in einer Hexadezimalziffer zusammen. Elektronikrechner sind nicht Gegenstand dieser Website. Aber auch unter den mechanischen Rechnern gibt es solche, die binär funktionieren - sogar Zuses erster Computer Z1 arbeitete noch mit mechanischen Schaltgliedern. Während die Computerkonstrukteure bald auf Relais, Röhren, Transistoren und schließlich integrierte Schaltkreise setzten, bot sich die Mechanik zumindest übergangsweise immer noch für preiswerte Hilfsmittel an. Zeitweise saßen die Programmierer vor großen Computerschränken und errechneten deren Speicheradressen mithilfe von kleinen Zahlenschiebern. Auch heute noch gibt es Geräte, vornehmlich Lehrmittel, die im Dualsystem mechanisch funktionieren. Schließlich kann man mit Kugeln oder Chips die Abläufe im Computer besser veranschaulichen als allein mit Diagrammen.

Addiator Hexadat
C. Kübler, Wolfach/Baden
SN D702261
Preis 1972: 93,12 DM
G 40
Addition und Subtraktion einseitig, 8-stellig hexadezimal. Zusätzliche Anzeige für hexadezimales Komplement. Der Rechner wendete sich an Programmierer, die damit z.B. Basisadressen und Offset addierten. Zeitweise vertrieb Addiator auch den "Addiator Oktadat" für Zahlen im Oktalsystem. Anwendungsbeispiel
Addiator Octadat im Rechnerlexikon
Computermodell
nach Prof. M. Leppig
Beilage zu "Vorkurs Computermathematik"
Hannover 1971
L 24
Rechenbrett mit Umwandlung dezimal > dual,
anschließender dualer Addition
und Rückumwandlung ins Dezimalsystem.
Binäre Rechenchips aus China
Digi-Comp I
E.S.R. Inc. Montclair, USA
1963
$ 5,95
G 26

Gerät für Boolesche Operationen, zum Zählen und Addieren, Subtrahieren und Multiplizieren und andere Experimente mit Dualzahlen.
3 binäre Stellen (Zahlenbereich 0 bis 7)
Großes Bild  Nachbau 
Digi-Comp II
Neukonstruktion 2012
Evil Mad Scientist, USA
SN: 0048
$278

Original (Kunststoff):
E.S.R. Inc. Montclair
USA 1965
$ 16
Murmelrechenmaschine mit einem Akkumulator (7 Bit) zum Zählern und zwei Registern (3 Bit und 4 Bit). Mögliche Rechenperationen: Zählen, Addition, Multiplikation, Zweierkomplement, Subtraktion, Division. Nach Auswahl der Operation laufen die eigentlichen Rechenprozesse automatisch ab. Jede Kugel gibt die folgende Kugel frei.
Originalgerät   Kurzanleitung
digicompii.com
Rechnerlexikon
Teilerlochkarten
R. Atzbach
1973
L 28
Satz von 50 Randlochkarten zur Ermittlung von Teilermengen, Vielfachenmengen, ggT, kgV und Primzahlen in der Menge {1, 2, 3, ... 50} durch Sortieren mittels Stricknadel. Dazu eine Aufgabenkartei, die einerseits die damals aufkommende Mengenlehre, andererseits die von Computern erledigten Sortier- und Auswahlvorgänge bei Lochkarten veranschaulicht.
 

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